Für unsere Studie „Österreicher auf Jobsuche“ ließ XING E-Recruiting dieses Jahr 500 Berufstätige durch marketagent.com befragen. Ziel war es, herauszufinden, welche Bedürfnisse und Ansprüche heutige Jobsuchende in Österreich haben. In meinem letzten Beitrag stellte ich Ihnen einen Ausschnitt der Gesamtergebnisse vor. Heute möchte ich speziell auf die Frage eingehen, wie sich Führungskräfte bewerben und welche Ansprüche sie bei der Jobsuche haben. Die Gesamtergebnisse können Sie sich kostenfrei herunterladen.

Wenn Sie in Österreich auf der Suche nach Führungskräften sind, sollten Sie diese fünf Punkte kennen:

1. Was Führungskräften wirklich wichtig ist: Sinn im Job

Die Ansprüche an einen Job unterscheiden sich bei Führungskräften von jenen der österreichischen ArbeitnehmerInnen stark. Für Manager ist der Inhalt der täglichen Arbeit besonders wichtig: Die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit liegt mit 63 Prozent auf Platz eins, dicht gefolgt von Tätigkeitsumfang und Aufgabenbereich, also die Frage nach dem Gestaltungsspielraum, mit 60 Prozent. Die allgemeine Arbeitsatmosphäre liegt knapp dahinter. Mit 55 Prozent spielt das Gehalt eine etwas weniger wichtige Rolle. Die Work-Life-Balance ist nur für die Hälfte der befragten Führungskräfte (50 Prozent) wichtig.

2. „Erzähl mir mal was zum Arbeitgeber!“ – Führungskräfte zapfen bevorzugt berufliche Kontakte an

Mit steigender Verantwortung erhöht sich auch die Anzahl relevanter beruflicher Kontakte, offline wie online. Diese stellen für Führungskräfte die wichtigste Informationsquelle auf der Jobsuche dar. Damit gehen sie anders vor als der durchschnittliche Berufstätige. Denn während dieser sich lieber online über offene Stellen informiert, stellen fast für zwei Drittel aller Führungskräfte (65 Prozent) das berufliche Netzwerk die wichtigste Informationsquelle auf der Jobsuche dar. Dahinter folgen ebenfalls Online-Jobbörsen (63 Prozent) und Freunde und Bekannte (63 Prozent). Die Bedeutung von Netzwerken zeigt sich dadurch, dass bereits jede dritte Führungskraft (33 Prozent) berufliche Online-Netzwerke wie XING bei der Jobsuche nutzt.

„Angenommen Sie befinden sich auf Jobsuche, welche Quellen würden Sie nutzen, um passende Jobs zu finden?“

3. Dieser Bewerbungskanal thront über allem: Die E-Mail

Die E-Mail ist das Medium Nummer eins, wenn es um den Kanal der Bewerbung geht. Dies gilt sowohl für die Gesamtheit der Befragten wie auch für Führungskräfte. Unter Führungskräften ist die Bewerbung per E-Mail allerdings noch beliebter (73 Prozent statt 67 Prozent). Auf Platz zwei liegt ebenfalls mit 60 Prozent eine persönliche Vorstellung im Unternehmen, es folgen an dritter Stelle Bewerbungsformulare (37 Prozent).

4. Der Chef kriegt womöglich mit, dass man abgeworben wird? Egal! Für Führungskräfte spielt Diskretion eine kleinere Rolle

Führungskräfte sind der aktiven Ansprache durch Personaler eher zugeneigt als der Durchschnitt. Neun von zehn Führungskräften würde eine Ansprache begrüßen. Interessant dabei der Punkt Diskretion: Führungskräfte werden am liebsten über die E-Mail-Adresse des Arbeitgebers kontaktiert (46 Prozent), dahinter folgt bereits die telefonische Kontaktaufnahme am Arbeitsplatz (35 Prozent).

„Wie hilfreich sind Ihrer Meinung nach berufliche Netzwerke für die Jobsuche? Damit meinen wir, inwieweit könnten berufliche Netzwerke Sie dabei unterstützen, einen neuen passenden Job finden?“

5. Auch als digitale Trendsetter stehen sie ganz oben: Österreichs Führungskräfte setzen auf berufliche Netzwerke

Unter Führungskräften sieht bereits knapp ein Drittel (32 Prozent) berufliche Netzwerke bei der Jobsuche als hilfreich an. Privates und Berufliches wird dabei streng getrennt, nur 19 Prozent wollen über private soziale Netzwerke wie Facebook angesprochen werden. Insgesamt haben die Österreicher hier mit 23,5 Prozent noch Aufholbedarf, wobei die jüngere Generation soziale Netzwerke im Bewerbungsprozess intensiver nutzen.

Die Gesamtergebnisse können Sie sich kostenfrei herunterladen.